Unsere nationalen und internationalen Forschungsprojekte adressieren unsere drei Forschungsgebiete Digitale Transformation, Anwendungen der Künstlichen Intelligenz sowie Verantwortungsvolle Digitalisierung.

Themen wie beispielsweise Kooperative KI, Privacy Enhancing Technologies oder Faire Entscheiderunterstützungssysteme werden in unseren Forschungsprojekten sowohl empirisch als auch in der Entwicklung prototypischer Lösungsansätze erarbeitet.

KompAKI – Arbeit und KI

Das Kompetenzzentrum für Arbeit und KI (KompAKI (wird in neuem Tab geöffnet)) wird vom BMBF finanziert und soll neue Potentiale für menschengerechte KI-Anwendung und deren Geschäftsmodelle erschließen.

Im KompAKI-Forschungsprojekt werden neue Ansätze der Kooperativen KI entwickelt, mit denen Anwender eine KI transparenter und leichter nutzen können. Zudem werden neue Methoden erforscht, um die Arbeit in KI-unterstützen Arbeitssystemen zu bewerten.

Kontakt: Maren Mehler , Oliver Vetter

ATHENE – Privacy Enhancing Technologies

Das vom BMBF und vom Land Hessen geförderte interdisziplinäre nationale Forschungszentrum ATHENE ist ein Verbund von TU Darmstadt, Fraunhofer SIT, Hochschule Darmstadt und Fraunhofer IGD.

Im Rahmen der Mission »Future Data Economy and Society: Co-Development of Privacy-Enhancing Technologies and Data-Driven Business Models (FANCY)« beschäftigen wir uns mit einer umfassenden Analyse des Trade-offs zwischen dem Wert von Daten und der Privatheit.

Hierbei soll analysiert werden, welchen Einfluss die Nutzung von Privacy-Enhancing Technologies auf die Gestaltung datenbasierter Geschäftsmodelle und die Akzeptanz der Nutzer hat. Außerdem wird untersucht, wie ein Ausgleich zwischen den Interessen von Anbietern datenbasierter Dienste und Nutzer:innen geschaffen werden kann.

Kontakt: Timo Sturm , Anne Zöll

GRK2050 – Privacy and Trust for Mobile Users

Das DFG-geförderte Graduiertenkolleg »Privacy and Trust for Mobile Users« ist stark interdisziplinär organisiert: Seit Oktober 2015 arbeiten Forscher aus den Bereichen Informatik, Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, Soziologie und Usability-Forschung koordiniert zu verschiedenen Privacy-Themen zusammen.

Das GRK2050 (wird in neuem Tab geöffnet) hat es sich dabei zum Ziel gesetzt, eine bessere Durchschaubarkeit für die Internetnutzer zu erlangen, um so auch einen höheren Privatheitsschutz zu ermöglichen.

Die Vision der gesamten Forschungsgruppe ist dabei die Entwicklung neuartiger Mobilgeräte, die den Nutzer in der digitalen Welt vertreten sollen, um so die Privatheits- und Vertrauensbewertung zu regeln und zwischen Nutzer- und Dienstanbieter und deren jeweiligen Interessen abzuwägen und zu vermitteln.

Kontakt: Mariska Fecho

Der Preis des Kostenlosen – Risiken in den sozialen Netzwerken

Im langfristigen Forschungsprojekt »Der Preis des Kostenlosen« wird – in Kooperation mit hr-iNFO – der Umgang von Internetnutzer:innen mit persönlichen Daten und Privatsphäre in sozialen Netzen untersucht.

Der Preis des Kostenlosen 3.0

hr-iNFO Dokumentation zum Verhältnis der Deutschen zu ihren Daten

Die zunehmende Digitalisierung und die damit einhergehende Verfügbarkeit und Nutzung von internetbasierten Diensten und Daten verändern die Wirtschaft, das tägliche Leben des Einzelnen und die Gesellschaft als Ganzes. Neben den gerne in Anspruch genommenen Vorteilen entstehen auch neue Risiken, die bei vielen Unternehmen, Organisationen und Anwendern zu großen Sorgen um IT-Sicherheit und Privatsphäre führen.

Unser gemeinsam mit hr-INFO initiiertes Forschungsprojekt, untersucht über mehrere Jahre, wie die beschriebenen Risiken von Internetnutzer:innen wahrgenommen und bewertet werden.

Kontakt: Dr. Amina Wagner

SPELL – Digitale Technologien zur Prävention und Bewältigung von Krisen

Das Ziel von »SPELL« (wird in neuem Tab geöffnet) ist es, mit Hilfe von KI in Krisensituationen, die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr, die erforderliche Nothilfe und eine Versorgung der Bevölkerung situationsgerecht und schneller einzuleiten.

Wir als TU Darmstadt entwickeln in diesem hochaktuellen Projekt sowohl innovative, KI-basierte Mehrwertdienste als auch die Konzeption eines effizienten und ganzheitlichen Geschäftsmodells für die Plattform und deren angebotenen Dienste.

Dafür haben wir drei primäre Ziele festgelegt:

Ziel 1:

Ermittlung eines Geschäftsmodells für die SPELL-Plattform und die angebotenen Mehrwertdienste

Ziel 2:

Entwicklung von OR (Operations Research)- und ML (Maschinelles Lernen)-basierten Mehrwertdiensten für die Unterstützung des Rettungsdienstes zur Einbindung in die SPELL-Plattform

Ziel 3:

Weiterentwicklung einer Open-Source App für den Einsatz von Ersthelfern im Rettungsdienst

Dazu bringt die TU Darmstadt ihre methodische Expertise in den Bereichen Operations Research und Maschinellem Lernen sowie ihre fachliche Expertise in den Bereichen Rettungsdienst und Krisenmanagement mit ein.

Wir entwickeln in die SPELL-Plattform eingebundene OR- und ML-basierte Mehrwertdienste zur Unterstützung des Rettungsdienstes. Diese können zum Beispiel zukünftige Notfallaufkommen vorhersagen oder die Transporte von vielen Patienten im Fall eines MANV planen.

Hier liegt unser innovativer Ansatz vor allem darin, relevante Methoden für den Kontext einer Großschadenslage zu bestimmen bzw. zu entwickeln, sie im Rahmen der SPELL-Plattform prototypisch einzubringen und damit für den praktischen Einsatz nutzbar zu machen.

Kontakt: Dr. Melanie Reuter-Oppermann , Merve Turan Akdag

SimPaTrans – Optimierung der Patiententransportlogistik

Das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) beauftragte Projekt »SimPaTrans« – Simulationsgestützte Analyse der Patienten-Transportlogistik bei MANV-ZV – hat die Erstellung eines Simulationstools zum Ziel, das zur Analyse und Optimierung der Patienten-Transportlogistik im Fall einer Großschadenslage in der Zivilen Verteidigung (MANV-ZV) eingesetzt werden kann.

Dazu werden mathematisch optimierte, multikriterielle Methoden mit agentenbasierten Simulationsmodellen verknüpft und mit unterschiedlichen risikorelevanten Parametern kalibriert.

Kontakt: Dr. Melanie Reuter-Oppermann , Florentina Hager

BISKIT – Resilienz der Blutversorgung in Südafrika

Ziel von »BISKIT« (wird in neuem Tab geöffnet) ist es, die Versorgung mit sicheren Blutkomponenten in und nach
einer Krise im Partnerland Südafrika zu erhöhen:

Durch ein datengestütztes Informationssystem, technische Innovationen und skalierbare Krisenmanagement-Pläne; durch Bereitstellung von koordinativen Handlungsempfehlungen, die beteiligte Institute und Organisationen zielgerichtet unterstützen.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Kontakt: Dr. Melanie Reuter-Oppermann , Helena Müller

Campus FreeCity – Reallabor von vernetzten und autonomen Fahrzeugen

Das vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMVI) geförderte Forschungsprojekt Campus FreeCity (wird in neuem Tab geöffnet) verfolgt das Ziel, in einem Konsortium mit verschiedenen Projektbeteiligten aus Forschung und Praxis, ein »Real-Labor« von vernetzten und autonomen Fahrzeugen auf dem Deutsche Bank Park zusammen mit Eintracht Frankfurt aufzubauen und dieses zu betreiben.

In diesem Real-Labor werden Lösungsansätze des bisher weitgehend unkoordinierten urbanen Verkehrs im Labormaßstab mittels »CityBot«-Fahrzeugen untersucht. Dabei verrichten mehrere CityBot-Fahrzeuge in wechselnden Konfigurationen verschiedene Aufgaben: Z.B. als Arena-Kontrollfahrzeug, für den Material- oder Personal-Transport, beim kollaborativen Einsatz zur Bewässerung von Bepflanzungen etc.

Durch diese Untersuchungen werden neuartige, autonome Mobilitäts- und Logistikkonzepte entwickelt, die zu einer erfolgreichen urbanen Verkehrswende beitragen sollen.

Langfristig bietet dieses Projekt einen ganzheitlichen, nachhaltigen Ansatz zur Lösung innerstädtischer Verkehrsprobleme und bietet die Chance, ein Bewusstsein für neue intelligente und vernetzte Mobilitätskonzepte zu schaffen.

Kontakt: Dr. Christian Olt